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Lesepredigt für den Sonntag Kantate

Predigt am Sonntag Kantate

über Jakobus 1,17.18

Predigttext: Alle gute Gabe und alle vollkommene Gabe kommt von oben herab, von dem Vater des Lichts, bei dem keine Veränderung ist noch Wechsel des Lichts und der Finsternis. Er hat uns geboren nach seinem Willen durch das Wort der Wahrheit, damit wir Erstlinge seiner Geschöpfe seien.

Herzlich geliebte Gemeinde, im Namen Jesu Christi!

Der Name dieses Sonntages „Kantate“ kommt vom Eingangspsalm, den wir gerade gesungen haben; „Kantate“ heißt „Singet!“.

Singet dem HERRn ein neues Lied!” (Ps. 98,1)

Von diesem „neuen Lied“ heißt es weiter im Psalm: „Singet dem HERRN ein neues Lied, denn er tut Wunder. Er schafft Heil mit seiner Rechten und mit seinem heiligen Arm. Der HERR lässt sein Heil verkündigen, vor den Völkern lässt er seine Gerechtigkeit offenbaren…“ (Ps. 98,1.2).

Das „neue Lied“, das wir zu singen aufgefordert werden, ist unsere dankbare Antwort auf die Gnadenbotschaft Gottes in Jesus Christus, auf sein Heil, auf die Predigt von der Vergebung der Sünden.

Und in einem anderen Psalm ruft der Sänger: (Gott) „hat mir ein neues Lied in meinen Mund gegeben, zu loben unsern Gott” (Ps. 40,4).

Fordert uns also Gottes Wort auf: „Singet dem HERRn ein neues Lied!”, so nennt es uns auch den Grund: „…denn er tut Wunder. Er schafft Heil…“.

In seiner Barmherzigkeit handelt Gott an uns Sündern und schenkt uns in seinem Sohn Vergebung, Leben und Seligkeit.

Es ist also sein Gnadengeschenk, das unser Herz weit werden und unseren Mund sich öffnen lässt, ihn zu loben und zu ehren.

Eben von Gottes Güte und Gabe spricht auch unser heutiger Predigttext: „Alle gute Gabe und alle vollkommene Gabe kommt von oben herab, von dem Vater des Lichts” (Jak. 1,17a).

Allein von Gott kommt, was wirklich gut und was wirklich vollkommen ist.

Allerdings hat der Mensch vielfach andere Vorstellungen darüber.

Ihm erscheint nicht Gottes Gabe, sondern anderes heilsam und nützlich.

Gott spricht, der Mensch sei „entfremdet dem Leben, das aus Gott ist, durch die Unwissenheit, …und die Verstockung ihres Herzens“ (Eph 4,18).

Der Sündenfall hat Mensch und Gott entzweit, ja verfeindet.

Weil der Mensch ganz in Sünden geboren ist, stimmt auch sein Denken und Sehnen nicht mehr mit dem Willen seines Schöpfers überein.

Er hat in irdischen Dingen, aber auch in geistlicher Hinsicht ganz andere Vorstellungen darüber, was gut und vollkommen ist.

Gottes Wort fällt das Urteil: „Sie sind irdisch gesinnt“ (Phil. 3,19).

Der Mensch sucht das Gute und Vollkommene nicht bei Gott, sondern in dieser Welt.

Darum hetzt und jagt er nach Geld und Gut; und sein gottfeindliches sündiges Herz ersehnt Böses und hält es für lauter Glück und Freude.

Den Gedanken an seinen Tod und was danach wohl kommen mag, schiebt er weit von sich und spricht: „Lasst uns essen und trinken, denn morgen sind wir tot!“ (1.Kor. 15,32).

Und das einzige, das ihm alle Blindheit nehmen könnte, das Wort Gottes, verlacht und verspottet er – hält es höchstens für ein bedenkenswertes Buch neben anderen, das ihm eine Anleitung gibt, wie er sein trostloses sündiges Herz hinter der Maske des Humanismus verbergen kann.

Seht, der Apostel schreibt: „Unter ihnen haben auch wir alle einst unser Leben geführt in den Begierden unsres Fleisches und taten den Willen des Fleisches und der Sinne und waren Kinder des Zorns von Natur wie auch die andern“ (Eph. 2,3).

Aber das ist nicht das letzte Wort, denn wir lesen weiter: „Aber Gott, der reich ist an Barmherzigkeit, hat in seiner großen Liebe, mit der er uns geliebt hat, auch uns, die wir tot waren in den Sünden, mit Christus lebendig gemacht – aus Gnade seid ihr selig geworden…“ (Eph. 2,4-5).

Gott macht uns selig – nicht um der Werke der Gerechtigkeit willen, die wir getan hatten, sondern nach seiner Barmherzigkeit – durch das Bad der Wiedergeburt und Erneuerung im Heiligen Geist“ (Tit. 3,5).

Ja, die heilige Taufe ist solch eine Gnadengabe Gottes.

Durch sie bewirkt Gott die geistliche Geburt, die Wiedergeburt, und schenkt in ihr Vergebung der Sünden und macht uns Elende zu seinen Kindern und zu Bürgern seines himmlischen Reiches.

Darauf zielt das Wort: „Alle gute Gabe und alle vollkommene Gabe kommt von oben herab, von dem Vater des Lichts” (Jak. 1,17a).

Hier zeigt Gott uns: Die Wiedergeburt ist allein sein Werk

Er lehrt 1. Was sie ist, 2. wodurch sie gewirkt wird und 3. wozu sie gewirkt wird.

1. Was ist die Wiedergeburt?

Jakobus schreibt: „Alle gute und vollkommene Gabe kommt von oben herab… Er hat uns geboren nach seinem Willen durch das Wort der Wahrheit”.

Den Christen wird gesagt, Gott habe sie „geboren”, er habe sie hervorgebracht als das, was sie jetzt sind, Kinder Gottes; Bürger des Reiches Gottes.

Das habe er getan „durch das Wort der Wahrheit“.

Das ist das Evangelium, durch das der Heilige Geist dem Sünder Gnade und Vergebung schenkt.

Der HERR Christus spricht: „Es sei denn, dass jemand von neuem geboren werde… aus Wasser und Geist, so kann er nicht in das Reich Gottes kommen” (Joh. 3,3.5).

Christus spricht von der Bekehrung eines Menschen, der durch die angeerbte Sünde geistlich tot ist, der nun durch das göttliche Wort in der heiligen Taufe wiedergeboren wird, aus dem geistlichen Tod zum Leben kommt.

Die Wiedergeburt ist eine Gabe Gottes, eine vollkommene Gabe.

Sie hat ihren Ursprung in Gott; sie ist nicht in uns zu finden.

Wenn ein Mensch zu Gott bekehrt wird, wenn er wiedergeboren wird, so ist das ein Geschenk, eine Gabe, die „von oben herab kommt”, die ihren Grund nicht im Menschen und nicht in dieser Welt hat.

Aber noch eins: Gottes Wort mahnt: „Irrt euch nicht, liebe Brüder!” (Jak. 1,16).

Man kann sich also in dieser Sache irren!

Das geschieht dann, wenn einer denkt, der Glaube, die Hinwendung zu Gott, die Erlösung von Sünden habe ihre Ursache in irgendetwas anderem als in Gott selbst.

Das geschieht z.B. dann, wenn einer spricht: „Ich habe mich bekehrt!”.

Er nimmt Gott die Ehre, denn es steht geschrieben: „Bekehre du mich, so werde ich bekehrt; denn du, HERR, bist mein Gott!” (Jer. 31,18).

Keine Regung des Menschen kann Gottes Gnade auf ihn herabzwingen oder ihn auch nur einen Schritt näher zu Gott bringen, kein abgeschiedenes Leben in Entsagung oder Ehelosigkeit, kein Fasten, kein noch so eifriger Bußkampf.

Wer hier irrt, wird in Glaubenskrisen nicht bestehen, denn er wird in Zweifeln über seine Seligkeit zur Verzweiflung gelangen.

Sucht der Christ in sich selbst nach Anhaltspunkten dafür, ob er bei Gott in Gnaden ist oder nicht, so wird er in seinem Herzen Sünde über Sünde finden, Gottes gerechten Zorn darüber spüren und Tod und Verdammnis erwarten.

Darum heißt es: „Irrt euch nicht, meine lieben Brüder. Alle gute und vollkommene Gabe kommt von oben herab… Er hat uns geboren nach seinem Willen durch das Wort der Wahrheit”.

Vor unserer Wiedergeburt war in uns nichts als der Jammer der Sünde und des geistlichen Todes.

Wir konnten nichts mitwirken an unserer Wiedergeburt und Bekehrung – wie ein Toter auch nichts dazu tun kann, dass er lebendig wird!

Und wenn du nun an dir erkennen solltest, dass du dich von deinem Gott entfernt hast, dass deine Liebe zu ihm schwächer, dein Gebet weniger, dein Glaube kleiner geworden ist, dann hilft dir nur eins!

Bete mit David: „Schaffe [du, du allein] in mir, Gott, ein reines Herze und gib mir einen neuen beständigen Geist!” (Ps. 51,12).

Wie allein Gott dich am Anfang durch die Taufe aus dem geistlichen Tod gerissen hat, so ist er es allein, der dir nun helfen kann, die Sünde zu hassen, vor ihr zu fliehen und dich täglich zu ihm zu bekehren.

Er will in unseren Herzen das Licht seiner Gnade neu scheinen lassen, wenn wir der Dunkelheit Raum gegeben haben, wenn du dich ans Böse gewöhnt hast.

Gott spricht: „Kann etwa ein Mohr seine Haut wandeln oder ein Panther seine Flecken? So wenig könnt auch ihr Gutes tun, die ihr ans Böse gewöhnt seid” (Jer. 13,23).

Dein Eifer, heiliger zu werden, andächtiger und reiner wird dir nicht helfen, auch kein Bußkampf und kein noch so gefühlsbetontes Gebet – wenn du –trotz frommer Worte- im Grunde doch von deiner Mühe, deinem Streben, deinem Wollen und Laufen Besserung erwartest.

So liegt es nun nicht an jemandes Wollen oder Laufen, sondern an Gottes Erbarmen” (Röm. 9,16). „Denn aus Gnade sei ihr selig geworden durch den Glauben, und das nicht aus euch: Gottes Gabe ist es, nicht aus den Werken, damit sich nicht jemand rühme.” (Eph. 2,8).

Das beschreibt Jakobus mit den Worten: „Er hat uns geboren nach seinem Willen”.

Gott will, daß du selig wirst.

2. Und wodurch wird die Wiedergeburt bewirkt?

Er hat uns geboren nach seinem Willen durch das Wort der Wahrheit

Das Wort der Wahrheit” ist Gottes Wort, besonders das Evangelium.

Denn das Evangelium „ist eine Kraft Gottes, die da selig macht alle, die daran glauben” (Röm.1,16).

Durch das Evangelium zündet der Heilige Geist den Glauben im Menschenherzen an und schenkt dem Menschen damit die Nehmehand, die Gottes Gnade und Heil in Christus ergreift.

Das Wort der Wahrheit”, das Evangelium, macht auch die Heilige Taufe zu dem kräftigen Mittel der Wiedergeburt, wie wir im Katechismus bekennen: „denn ohne Gottes Wort ist das Wasser schlicht Wasser und keine Taufe; aber mit dem Wort Gottes ist es eine Taufe, das heißt ein gnadenreiches Wasser des Lebens und Bad der neuen Geburt im Heiligen Geist.”

Im Evangelium, in der Gnadenbotschaft Gottes von der Vergebung der Sünden in Christus, liegt alle Kraft zu neuem Leben, alle Gnade und Gerechtigkeit!

Nicht im geistlich toten Menschen liegt die Kraft.

Der Mensch kann seine Wiedergeburt nicht selbst anstoßen, sich nicht weiterhelfen, kann gar nichts zu seiner Wiedergeburt tun; er ist auf Gottes Wort, das Wort der Wahrheit, angewiesen.

Das wird besonders deutlich bei der Taufe eines Säuglings.

Damit auch die Kleinsten in den Genuss der Vergebung der Sünden gelangen, zu glauben beginnen und Kinder Gottes werden, hat Gott in seiner Gnade die heilige Taufe eingesetzt.

Sie ist eine von Gott befohlene Handlung zum Heil der Sünder.

Weil Gott sie befohlen und seine Zusagen an sie geknüpft hat, schenkt er in ihr auch, was uns Sündern zur Seligkeit nötig ist.

Darum bekennen wir im Katechismus von der Taufe: Sie wirkt Vergebung der Sünden, erlöst vom Tod und Teufel und gibt die ewige Seligkeit allen, die es glauben, wie die Worte und Verheißungen Gottes lauten: „Wer da glaubt und getauft wird, der wird selig werden; wer aber nicht glaubt, der wird verdammt werden“ (Mark. 16,16).

Darum sollen die unmündigen Kinder zuerst getauft und dann gelehrt werden, die Erwachsenen zuerst gelehrt und dann getauft werden.

Denn „so kommt der Glaube aus der Predigt, das Predigen aber durch das Wort Gottes” (Röm. 10,17).

Der gnädige Gott hat immerzu unsere ewige Errettung im Sinn, denn „Gott will, dass allen Menschen geholfen werde“ (1. Tim 2,4).

So gilt für Groß und Klein: Alle gute und vollkommene Gabe kommt von oben herab… Er hat uns geboren nach seinem Willen durch das Wort der Wahrheit”.

3. …aber wozu?

Unser Text antwortet: „… dass wir wären Erstlinge seiner Kreaturen”.

Erstlinge” war zur Zeit des Alten Bundes das für Gott Bestimmte, ihm besonders geweiht oder was ihm dienen sollte: die ersten Früchte des Feldes, die erstgeborenen Tiere und schließlich die erstgeborenen Jungen.

Sie sollten am Tempel dienen.

Wir sollen als „Gottes Kinder” unserem Schöpfer und Erlöser geweiht sein, ihm dienen unser Leben lang.

Als „Erstlinge” sind wir mit allen Vorrechten und Würden beschenkt, die Gott für seine Kinder bereit hält.

Wir sind durch den Glauben an Jesus Christus Gottes Kinder, „die nicht aus dem Blut noch aus dem Willen des Fleisches noch aus dem Willen eines Mannes, sondern von Gott geboren sind” (Joh. 1,13).

Wir sind Gottes Kinder, von Christus durch sein Blut erkauft und Gott und dem Heiland geweiht.

Wir sind sein Werk, geschaffen in Christus Jesus zu guten Werken, die Gott zuvor bereitet hat, dass wir darin wandeln sollen” (Eph. 2,10).

Wir sollen mit unserem Leben den preisen, der uns aus lauter Gnade selig gemacht hat, „damit wir etwas seien zum Lob seiner Herrlichkeit…” (Eph. 1,12).

Gott will also, dass wir in unserem Leben sein Lob verkündigen.

So sah auch Johannes die Schar der Erlösten und berichtet: „Und sie sangen ein neues Lied und sprachen: Du bist würdig, … denn du bist geschlachtet und hast mit deinem Blut Menschen für Gott erkauft… und hast sie unserm Gott zu Königen und Priestern gemacht…” (Offbg. 5,9.10).

Der Zweck unserer Wiedergeburt ist unsere Seligkeit und damit die Verherrlichung Gottes.

Wer sich rühmen will, der rühme sich dessen, dass er klug sei und mich kenne, dass ich der HERR bin, der Barmherzigkeit, Recht und Gerechtigkeit übt auf Erden“ (Jer. 9,24).

Gott kennen, der uns Sündern in Jesus Christus barmherzig begegnet, der seine Hand nach uns ausstreckt, damit wir nicht in Ewigkeit verdammt, sondern mit ihm ewig leben sollen, diesen gnädigen Gott kennen und ehren, das ist Leben!

Zu diesem neuen kostbaren Leben führt Gott durch sein heiliges Wort, in der heiligen Taufe und in der Predigt des Evangeliums.

Darum: „Darum legt ab alle Unsauberkeit und alle Bosheit und nehmt das Wort an mit Sanftmut, das in euch gepflanzt ist und Kraft hat, eure Seelen selig zu machen“ (Jak 1,21). Amen.

Pfarrer Martin Blechschmidt, Runkel-Steeden

Lesepredigt am Ostersonntag

Predigt am Ostersonntag
über 1.Korinther 15,14-20

Predigttext:

Ist aber Christus nicht auferstanden, so ist unsre Predigt vergeblich, so ist auch euer Glaube vergeblich. Wir würden dann auch als falsche Zeugen Gottes befunden, weil wir gegen Gott bezeugt hätten, er habe Christus auferweckt, den er nicht auferweckt hätte, wenn doch die Toten nicht auferstehen. Denn wenn die Toten nicht auferstehen, so ist Christus auch nicht auferstanden. Ist Christus aber nicht auferstanden, so ist euer Glaube nichtig, so seid ihr noch in euren Sünden; so sind auch die, die in Christus entschlafen sind, verloren. Hoffen wir allein in diesem Leben auf Christus, so sind wir die elendesten unter allen Menschen. Nun aber ist Christus auferstanden von den Toten als Erstling unter denen, die entschlafen sind. Weiterlesen

Predigt am Karfreitag

Predigt am Karfreitag
über 1.Petrus 1,18-21

Predigttext: Denn ihr wisst, dass ihr nicht mit vergänglichem Silber oder Gold erlöst seid von eurem nichtigen Wandel nach der Väter Weise, sondern mit dem teuren Blut Christi als eines unschuldigen und unbefleckten Lammes. Er ist zwar zuvor ausersehen, ehe der Welt Grund gelegt wurde, aber offenbart am Ende der Zeiten um euretwillen, die ihr durch ihn glaubt an Gott, der ihn auferweckt hat von den Toten und ihm die Herrlichkeit gegeben, damit ihr Glauben und Hoffnung zu Gott habt. Weiterlesen

Lesepredigt für den Sonntag Judika

Predigt am Sonntag Judika über Johannes 8, 46-59

Predigttext:
Wer von euch kann mich wegen einer Sünde beschuldigen? Wenn ich aber die Wahrheit sage, warum glaubt ihr mir nicht? Wer von Gott ist, der hört Gottes Worte; ihr hört darum nicht, weil ihr nicht von Gott seid.

Da antworteten die Juden und sprachen zu ihm: Sagen wir nicht mit Recht, dass du ein Samariter bist und hast den Teufel? Jesus antwortete: Ich habe keinen Teufel, sondern ich ehre meinen Vater, aber ihr nehmt mir die Ehre. Ich suche nicht meine Ehre; es ist aber einer, der sie sucht, und er richtet. Wahrlich, wahrlich, ich sage euch: Wer mein Wort hält, der wird den Tod nicht sehen in Ewigkeit. Weiterlesen

Lesepredigt für den Sonntag Reminiszere

Predigt für den Sonntag Reminiszere  (= „Gedenke“) (Gedenke, HErr, an deine Barmherzigkeit)
über Johannes 12,23-26

Predigttext: Jesus aber antwortete ihnen und sprach: Die Zeit ist gekommen, dass des Menschen Sohn verkläret (verherrlicht) werde. Wahrlich, wahrlich, ich sage euch: Es sei denn, dass das Weizenkorn in die Erde falle und ersterbe, so bleibt’s alleine; wo es aber erstirbt, so bringt’s viel Früchte. Wer sein Leben liebhat, der wird’s verlieren; und wer sein Leben auf dieser Welt hasset, der wird’s erhalten zum ewigen Leben. Wer mir dienen will, der folge mir nach; und wo ich bin, da soll mein Diener auch sein. Und wer mir dienen wird, den wird mein Vater ehren. Weiterlesen

Lesepredigt am Sonntag Sexagesimae

Predigt über Lukas 8,4-15, altkirchliches Evangelium am Sonntag Sexagesimae (60 Tage vor Ostern)

Predigttext:

Da nun viel Volks beieinander war und aus den Städten zu ihm eileten, sprach er durch ein Gleichnis: Es ging ein Sämann aus, zu säen seinen Samen; und indem er säte, fiel etliches an den Weg und ward vertreten, und die Vögel unter dem Himmel fraßen’s auf. Und etliches fiel auf den Fels; und da es aufging, verdorrete es, darum daß es nicht Saft hatte. Und etliches fiel mitten unter die Dornen; und die Dornen gingen mit auf und erstickten’s. Und etliches fiel auf ein gut Land; und es ging auf und trug hundertfältige Frucht. Da er das sagte, rief er: Wer Ohren hat zu hören, der höre! Weiterlesen

Lesepredigt am 2. Sonntag nach Epiphanias

Predigt am 2. Sonntag nach Epiphanias
über Johannes 2,1-12

Predigttext:

Und am dritten Tage war eine Hochzeit in Kana in Galiläa, und die Mutter Jesu war da. Jesus aber und seine Jünger waren auch zur Hochzeit geladen. Und als der Wein ausging, spricht die Mutter Jesu zu ihm: Sie haben keinen Wein mehr. Jesus spricht zu ihr: Was gehts dich an, Frau, was ich tue? Meine Stunde ist noch nicht gekommen. Seine Mutter spricht zu den Dienern: Was er euch sagt, das tut. Weiterlesen

Predigt am Silvestertag

Predigt am Silvestertag
über Psalm 39,5-8

Predigttext:

Aber, HERR, lehre doch mich, dass es ein Ende mit mir haben muss, und mein Leben ein Ziel hat und ich davon muss. Siehe, meine Tage sind einer Hand breit bei dir, und mein Leben ist wie nichts vor dir. Wie gar nichts sind alle Menschen, die doch so sicher leben! Sela. Sie gehen daher wie ein Schatten und machen sich selbst viel vergebliche Unruhe; sie sammeln und wissen nicht, wer es kriegen wird. Nun, HERR, wessen soll ich mich trösten? Ich hoffe auf dich. Weiterlesen