Lesepredigt am Sonntag Jubilate

Predigt am Sonntag Jubilate über
Johannes 16,16-23

Predigttext:

Noch eine kleine Weile, dann werdet ihr mich nicht mehr sehen; und abermals eine kleine Weile, dann werdet ihr mich sehen. Da sprachen einige seiner Jünger untereinander: Was bedeutet das, was er zu uns sagt: Noch eine kleine Weile, dann werdet ihr mich nicht sehen; und abermals eine kleine Weile, dann werdet ihr mich sehen; und: Ich gehe zum Vater? Da sprachen sie: Was bedeutet das, was er sagt: Noch eine kleine Weile? Wir wissen nicht, was er redet. Da merkte Jesus, dass sie ihn fragen wollten, und sprach zu ihnen: Danach fragt ihr euch untereinander, dass ich gesagt habe: Noch eine kleine Weile, dann werdet ihr mich nicht sehen; und abermals eine kleine Weile, dann werdet ihr mich sehen?

Wahrlich, wahrlich, ich sage euch: Ihr werdet weinen und klagen, aber die Welt wird sich freuen; ihr werdet traurig sein, doch eure Traurigkeit soll in Freude verwandelt werden. Eine Frau, wenn sie gebiert, so hat sie Schmerzen, denn ihre Stunde ist gekommen. Wenn sie aber das Kind geboren hat, denkt sie nicht mehr an die Angst um der Freude willen, dass ein Mensch zur Welt gekommen ist.

Und auch ihr habt nun Traurigkeit; aber ich will euch wiedersehen, und euer Herz soll sich freuen, und eure Freude soll niemand von euch nehmen. An dem Tag werdet ihr mich nichts fragen. Wahrlich, wahrlich, ich sage euch: Wenn ihr den Vater um etwas bitten werdet in meinem Namen, wird ers euch geben.

Herzlich geliebte Glaubensgeschwister, im Namen Jesu!

Mit dem Sündenfall ist nicht allein der Tod in Gottes Schöpfung gedrungen, sondern auch seine Vorboten: altern und verfallen, welken und erschlaffen, ergrauen und erlöschen.

So ist das Leben immer auch gekennzeichnet vom Vergehen und Sterben.

Das spiegelt sich im Leben eines jeden Menschen wider.

Als Christen sind wir Bürger des unvergänglichen Reiches Gottes, das nicht wanken und nicht vergehen kann.

Solange wir jedoch in dieser vergänglichen Welt leben, gehen auch wir durch Licht und Dunkel, Glück und Unglück, Reichtum und Armut.

Neben Freude, Stärke und Lebenslust kennen wir auch Leid, Schwäche, Anfechtung und Sterben.

Als erlöste Kinder Gottes leben wir inmitten einer Welt, die durch den Sündenfall völlig verändert wurde und in der der Satan durch die Abkehr der Menschen von Gott seine Verderben bringende Macht ausübt.

Darum gibt es im Christenleben noch andere Höhen und Tiefen.

Das Auf und Ab im Leben eines Christen ergibt sich aus den Angriffen des Teufels auf den Glauben, wenn sie erfahren, wie hart der Feind gegen Christus und alle, die zu ihm gehören, kämpft.

Darum gibt es im Leben der Christen einen Wandel der Dinge, der dem ungläubigen Menschen fremd ist, den er nicht kennt.

Davon sprach Christus vor seinem Kreuzestod zu den Aposteln: „Ihr werdet weinen und klagen, aber die Welt wird sich freuen; ihr werdet traurig sein, doch eure Traurigkeit soll in Freude verwandelt werden“.

Jesus erklärt, was es mit diesem Wandel der Dinge im Christenleben auf sich hat:

1. Wir werden von der Welt geängstet, aber von IHM getröstet.
2. Wir verlieren Christus aus den Augen, sehen IHN aber wieder.
3. Wir werden nach diesem Wandel ewige Freude genießen.

1. Wir werden von der Welt geängstet, aber von IHM getröstet.

Die Worte unseres Predigttextes sind aus den Abschiedsreden Jesu vor seinem Leiden und Sterben genommen.

Er sprach zu seinen Jüngern: „Wahrlich, wahrlich, ich sage euch: Ihr werdet weinen und klagen, aber die Welt wird sich freuen…“

Er kündigt Leiden an, die ihnen von der ungläubigen Welt auferlegt werden.

Christus bereitet sie darauf vor, dass er bald von ihnen genommen wird.

Als Christus verspottet, angespuckt und ans Kreuz genagelt wurde, als er in seinen Schmerzen schrie und schließlich im Grabe lag, da hatten die Jünger Traurigkeit, während die Welt sich über seinen Tod freute.

Ihr HERR, ihr Meister und Beistand war von ihnen genommen; sie fürchteten sich, es werde ihnen ähnlich ergehen.

S wie es den Jüngern erging, haben es Gläubige aller Zeiten erfahren.

Keine Christengemeinde in dieser Welt ist jemals ohne Not geblieben.

Kein Christ ist ohne Weinen und Klagen durch sein Leben gegangen.

Wer Christus von Herzen liebt, wird nicht lange Ruhe haben.

Wer Christus vor den Menschen bekennt, wird bald verspottet werden, verleumdet um des Namens Jesu willen.

Der Apostel schreibt: „Denn es ist genug, dass ihr die vergangene Zeit zugebracht habt nach heidnischem Willen, als ihr ein Leben führtet in Ausschweifung, Begierden, Trunkenheit, Fresserei, Sauferei und gräulichem Götzendienst. Das befremdet sie, dass ihr euch nicht mehr mit ihnen stürzt in dasselbe wüste, unordentliche Treiben, und sie lästern“ (1.Petr. 4,3.4).

Er spricht: „Selig sind, die um Gerechtigkeit willen verfolgt werden; denn ihrer ist das Himmelreich. Selig seid ihr, wenn euch die Menschen um meinetwillen schmähen und verfolgen und reden allerlei Übles gegen euch, wenn sie damit lügen“ (Matth. 5,10.11).

Genau das sagt Christus allen seinen Christen voraus, wie er zu seinen Jüngern sprach: „Wenn euch die Welt hasst, so wisst, dass sie mich vor euch gehasst hat. Wäret ihr von der Welt, so hätte die Welt das Ihre lieb. Weil ihr aber nicht von der Welt seid, sondern ich euch aus der Welt erwählt habe, darum hasst euch die Welt.“ (Joh. 15,18.19).

Wenn auch manche von der Schmach um Christi willen nicht so viel zu tragen haben, so werden sie doch schief angesehen, wenn sie Ungerechtigkeit hassen und in Sünde nicht einwilligen.

Und der HERR spricht sogar: „Des Menschen Feinde werden seine eigenen Hausgenossen sein“ (Matth. 10,36).

Mitunter sind es die eigenen Verwandten, die früheren Freunde, die plötzlich zu Gegnern werden – nur weil ein Christ bei Gottes Wort bleibt und sich nicht davon abwenden lässt.

 

Kein Christenherz ist gegen solche Anfeindungen, gegen die Schmach um Christi willen unempfindlich; sie schmerzen sehr!

Christus spricht: „Ihr werdet traurig sein.“

Auch der Apostel Petrus schreibt den Christen: „Ihr seid jetzt eine kleine Zeit… traurig in mancherlei Anfechtung“ (1.Petr. 1,6).

Und Paulus rief den Christen in Antiochia zu: „Wir müssen durch viele Bedrängnisse in das Reich Gottes gehen“ (Apg. 14,22).

In dieser christusfeindlichen Welt kann kein Christ ganz heimisch werden; er wird in seinem Leben immer von neuem erfahren müssen: „Wir haben hier keine bleibende Statt, sondern die zukünftige suchen wir“ (Hebr. 13,14).

Christus spricht: „Siehe, ich sende euch wie Schafe mitten unter die Wölfe.“ (Matth. 10,16).

 

Aber Jesus kündigte seinen Jüngern nicht nur an: „Ihr werdet traurig sein…“, sondern gab ihnen auch die Zusage: „doch eure Traurigkeit soll in Freude verwandelt werden“.

Er zeigt es ihnen im Bild: „Eine Frau, wenn sie gebiert, so hat sie Schmerzen, denn ihre Stunde ist gekommen. Wenn sie aber das Kind geboren hat, denkt sie nicht mehr an die Angst um der Freude willen, dass ein Mensch zur Welt gekommen ist“.

Die besondere Trauer der elf Jünger wurde bald nach drei Tagen in Jubel und Lachen verwandelt: Als ihr Heiland und HERR auferstanden war, heißt es: „Sie konnten nicht glauben vor Freude(Luk. 24,41).

Auch uns tröstet Gott tröstet in diesem Wandel der Dinge, im Wechsel von Traurigkeit und Freude.

Nach schweren Zeiten der Verfolgung hat der HERR seiner Kirche auch wieder Zeiten der Ruhe und des Friedens geschenkt.

Während er an einem Ort Bedrückung und Gewalt zulässt, schafft er an einem anderen dem Evangelium freien Lauf und schenkt einen Sieg nach dem anderen.

Das weiß ich fürwahr und lasse mirs nicht aus dem Sinne gehn: Christenkreuz hat seine Maße und muss endlich stille stehn. Wenn der Winter ausgeschneiet tritt der schöne Sommer ein; also wird auch nach der Pein, wer‘s erwarten kann, erfreuet. Alles Ding währt seine Zeit, Gottes Lieb in Ewigkeit.“ (LKG 319,11).

Was für Traurigkeiten hat gerade dieser Dichter (Es ist Paul Gerhard) in seinem irdischen Leben hinnehmen müssen!

Gott lässt Trübsal zu, aber er tröstet die Seinen darin.

Er lässt Leid niemals über ihre Kräfte gehen.

Gerade wenn eines seiner Kinder Spott und Hohn, Verachtung und Not geschmeckt hat wie bittere Galle, so kommt Gott und hilft ihm heraus.

Christus spricht: „Und wenn ihr auch leidet um der Gerechtigkeit willen, so seid ihr doch selig. Fürchtet euch nicht vor ihrem Drohen und erschreckt nicht“ (1.Petr. 3,14).

In seinem Wort ermuntert Gott uns, auch in dieser Not zu ihm zu rufen.

Er legt uns Worte in den Mund, wie wir in den Psalmen lesen: „Erhöre mich, wenn ich rufe, Gott meiner Gerechtigkeit, der du mich tröstest in Angst; sei mir gnädig und erhöre mein Gebet!“ (Ps. 4,2)

„Tu ein Zeichen an mir, dass du’s gut mit mir meinst, dass es sehen, die mich hassen, und sich schämen, weil du mir beistehst, HERR, und mich tröstest.“ (Ps. 86,17)

„Meine Augen sehnen sich nach deinem Wort und sagen: Wann tröstest du mich?“ (Ps. 119,82)

Und er verheißt in großer Treue: Ich will euch trösten, wie einen seine Mutter tröstet“ (Jes. 66,13).

Kommen Leid und Trübsal nicht über die Kinder Gottes, gerade weil sie von Sünde, Tod und Hölle erlöst sind?

Haben sie nicht Anfechtungen des Satans zu ertragen, weil er keine Macht mehr über sie besitzt?

Sind nicht darum die leidvollen Kämpfe im Glauben nicht trostvolle Zeichen ihrer Gotteskindschaft?

Darum schreibt der Apostel: „Gelobt sei Gott, der Vater unseres Herrn Jesus Christus, der Vater der Barmherzigkeit und Gott allen Trostes, der uns tröstet in aller unserer Trübsal, damit wir auch trösten können, die in allerlei Trübsal sind, mit dem Trost, mit dem wir selber getröstet werden von Gott. Denn wie die Leiden Christi reichlich über uns kommen, so werden wir auch reichlich getröstet durch Christus“ (2.Kor 1,3-5).

Gott will, dass wir nun auch unseren Bruder und unsere Schwester im Glauben trösten, ihnen beistehen und vor allem den Trost des Wortes Gottes zusprechen.

Aber eben in den Kämpfen, im Auf und Nieder im Wandel der Dinge geschieht auch dies:

2. Wir verlieren Christus aus den Augen, sehen IHN aber wieder.

Davon spricht Christus, wen er sagt: „Eine kleine Weile, dann werdet ihr mich nicht mehr sehen; und abermals eine kleine Weile, dann werdet ihr mich sehen“.

Zuerst bereitete er seine Jünger darauf vor, wie er durch Leiden, Tod Auferstehung und Himmelfahrt zu Gott dem Vater gehen werde.

Als aber diese Zeit kam, dass Jesus ihnen durch den Tod genommen wurde, da brach lauter Dunkelheit über sie herein.

Auch wir erfahren in unserem Christenleben solch bitteres Weh.

Das geschieht dann, wenn wir Christus aus den Augen verlieren, wenn unsere Herzen ihn nicht mehr sehen, wenn es scheint, als ob es im Inneren statt Licht nur Finsternis gibt.

Über äußeren Mangel, wie Leiden, Hunger, Gefahren usw., kann sich ein Christ trösten, kann auch den Schmerz über das Kreuz, das ihm auferlegt wird, bekämpfen.

Da kann der Christ sogar singen: „Die Welt ist mir ein Lachen mit ihrem großen Zorn. Sie zürnt und kann nichts machen, all Arbeit ist verlor’n.“

Doch wenn der Friede Gottes im Herzen nicht gefühlt wird, wenn man von Christus gar nichts mehr sieht, nichts mehr spürt?

So war es den Jüngern ergangen, als sie aus dem Garten geflohen waren.

Sie meinten, jetzt sei alles aus! Kein Jesus, kein Trost, kein Beistand, kein Funke Hoffnung mehr! Das Grauen hatte sie übermannt! Es gibt auch bei uns solche Zeiten. Da spüren wir keinen Trost, Jesus scheint nicht mehr da zu sein. Was kann dann noch helfen, wenn wir den Helfer selbst aus den Augen verloren haben?

Dann will der Teufel Raum gewinnen, stürzt in trübe Gedanken.

In solchen Stunden fühlt man nichts mehr von der Gnade Gottes, von der Freundlichkeit Jesu; nichts anderes als Berge von Sünden und der mächtige Zorn Gottes stehen vor Augen!

Von diesem Seufzen lesen wir auch im Psalm: „Meine Seele ist voll Jammers, und mein Leben ist nahe bei der Hölle. Ich bin geachtet gleich denen, die zur Hölle fahren; ich bin wie ein Mann, der keine Hilfe hat“ (Ps. 88,4.5).

Das sind Anfechtungen!

In solchen Fällen wäre es zwar nötig, dass wir eben nicht auf unser Gefühl achten, sondern allein das Wort Gottes ansehen, jedoch das Wort scheint kraftlos!

Ob unser Gebet an Gottes Ohr und Herz dringt? Ob er Gnade erweist?

Aber auch diese schwere Traurigkeit, diese furchtbare Angst wird in Freude verwandelt, wie Christus spricht: „Eine kleine Weile, dann werdet ihr mich nicht mehr sehen; und abermals eine kleine Weile, dann werdet ihr mich sehen… Ich will euch wiedersehen, und euer Herz soll sich freuen, und eure Freude soll niemand von euch nehmen“.

Eine kleine Weile“ später hat Christus sich wieder sehen lassen: Nach drei Tagen erschien er: „Da wurden die Jünger froh, dass sie den HERRn sahen.“ (Joh. 20,20).

Eine kleine Weile“ – Die Zeit, in der wir Christus nicht mehr sehen, nicht mehr spüren und seine Gnade nicht mehr vor uns erkennen, währt nicht lange.

Gottes Wort lehrt: „Der HERR tötet und macht lebendig, führt hinab in die Hölle und wieder herauf.“ (1.Sam.1,6).

Dass Gott dies an uns zulässt, gehört zu seinem weisen Rat.

Wer den Zorn gekostet hat, weiß eher, was Gnade ist!

Er wird nach solcher Prüfung, wenn Christus sich wieder sehen lässt, den köstlichen Trost preisen: „Schmecket und sehet, wie freundlich der HERR ist! Wohl dem, der auf ihn trauet!… Der Gerechte muss viel leiden, aber der HERR hilft ihm aus dem allen. „ (Ps. 34,9.20).

Dann erst erkennst du, dass die Gnade denen bereitsteht, die sich dieser Gnade nicht wert achten!

Es ist die eine große Wahrheit, die du dann erfährst: „Wenn du mich demütigst, machst du mich groß“ (2.Sam. 22,36).

Und du wirst mit David bekennen: „In deiner Treue hast du mich gedemütigt. Deine Gnade soll mein Trost sein, wie du deinem Knecht zugesagt hast“ (Ps. 119,75.76).

Ja, wir erkennen dann sogar, dass Gott der HERR uns in der Zeit besonders gehalten und bewahrt hat, in der wir meinten, er habe seine Hilfe und Gnade von uns abgezogen.

Wir sehen, dass unser verzweifeltes Rufen und Schreien zu Gott nicht auf taube Ohren, sondern zu Gottes erbarmenden Herzen gedrungen und angenehm und erhört war.

Jede Anfechtung, jedes Leid, jeder Schmerz, kurz alles, was uns bedrückt hat das Siegel Gottes auf sich: „Eine kleine Weile!“

So gehen wir an der Hand unseres Heilandes durch Zeiten und Jahre, Tag für Tag, durch Licht und Dunkel – bis wir zum letzten Tag gelangen, dem keine Nacht mehr folgt.

3. Wir werden nach diesem Wandel ewige Freude genießen.

Denn Christus spricht: „Und eure Freude soll niemand von euch nehmen“.

Schließlich wird der HERR alle Traurigkeit in Freude verwandeln.

Denn das ist gewiss: „Der HERR aber wird mich erlösen von allem Übel und aushelfen zu seinem himmlischen Reich.“ (2.Tim. 4,18).

Christus selbst hat es uns verheißen.

Eine kleine Weile“, denn die wenigen Jahrzehnte unseres irdischen Lebens werden hinübermünden in die ewige Seligkeit.

So tröstet uns Gott mit seinem Wort, indem der Apostel schreibt: „Gelobt sei Gott, der Vater unseres Herrn Jesus Christus, der uns nach seiner großen Barmherzigkeit wiedergeboren hat zu einer lebendigen Hoffnung durch die Auferstehung Jesu Christi von den Toten, zu einem unvergänglichen und unbefleckten und unverwelklichen Erbe, das aufbewahrt wird im Himmel für euch, die ihr aus Gottes Macht durch den Glauben bewahrt werdet zur Seligkeit, die bereit ist, dass sie offenbar werde zu der letzten Zeit.

Dann werdet ihr euch freuen, die ihr jetzt eine kleine Zeit, wenn es sein soll, traurig seid in mancherlei Anfechtungen, damit euer Glaube als echt und viel kostbarer befunden werde als das vergängliche Gold, das durchs Feuer geläutert wird, zu Lob, Preis und Ehre, wenn offenbart wird Jesus Christus.

Ihn habt ihr nicht gesehen und habt ihn doch lieb; und nun glaubt ihr an ihn, obwohl ihr ihn nicht seht; ihr werdet euch aber freuen mit unaussprechlicher und herrlicher Freude, wenn ihr das Ziel eures Glaubens erlangt, nämlich der Seelen Seligkeit.“ (1.Petr. 1,3-9)

…wenn ihr nur bleibet im Glauben, gegründet und fest, und nicht weicht von der Hoffnung des Evangeliums“ (Kol. 1,23).

Auch in den tiefen Tälern der schweren Anfechtungen, wenn die Gnade in Christus unseren Blicken entschwindet, wollen wir Schreien und rufen, dennoch auf Gottes Wort trauen und uns heraushelfen lassen!

Denn unser HERR spricht: „Ich gebe ihnen das ewige Leben, und sie werden nimmermehr umkommen, und niemand wird sie aus meiner Hand reißen“ (Joh. 10,27.28).

Jesus ist durch den Tod, durch Auferstehung und Himmelfahrt zum Vater gegangen.

Er verheißt: „Wo ich bin, da soll mein Diener auch sein“ (Joh. 12,26) „… und wenn ich hingehe, euch die Stätte zu bereiten, will ich doch wiederkommen und euch zu mir nehmen, damit ihr seid, wo ich bin“ (Joh. 14,3).

Wir gehen durch Leid zur Freude, durch Finsternis zum Licht, durch Trübsal zur Herrlichkeit, durch den Tod zum Leben.

Auch in deiner Trübsal spricht Christus zu dir: „Auch ihr habt nun Traurigkeit; aber ich will euch wiedersehen, und euer Herz soll sich freuen, und eure Freude soll niemand von euch nehmen“. Amen.

Pfarrer Martin Blechschmidt, Runkel-Steeden