Lesepredigt am 9. Sonntag nach Trinitatis

Predigt am 9. Sonntag nach Trinitatis
über 1. Mose 1,26 – Kap. 2,7

Predigttext:

Und Gott sprach: Laßt uns Menschen machen, ein Bild, das uns gleich sei, die da herrschen über die Fische im Meer und über die Vögel unter dem Himmel und über das Vieh und über die ganze Erde und über alles Gewürm, das auf Erden kreucht.
Und Gott schuf den Menschen ihm zum Bilde, zum Bilde Gottes schuf er ihn; und schuf sie ein Männlein und Fräulein.
Und Gott segnete sie und sprach zu ihnen: Seid fruchtbar und mehret euch und füllet die Erde und macht sie euch untertan, und herrschet über Fische im Meer und über Vögel unter dem Himmel und über alles Tier, das auf Erden kreucht.

Und Gott sprach: Sehet da, ich habe euch gegeben allerlei Kraut, das sich besamet, auf der ganzen Erde, und allerlei fruchtbare Bäume und Bäume, die sich besamen, zu eurer Speise, und allem Tier auf Erden und allen Vögeln unter dem Himmel und allem Gewürme, das da Leben hat auf Erden, daß sie allerlei grün Kraut essen. Und es geschah also.
Und Gott sah an alles, was er gemacht hatte; und siehe da, es war sehr gut. Da ward aus Abend und Morgen der sechste Tag.
Also ward vollendet Himmel und Erde mit ihrem ganzen Heer.
Und also vollendete Gott am siebenten Tage seine Werke, die er machte, und ruhete am siebenten Tage von allen seinen Werken, die er machte; und segnete den siebenten Tag und heiligte ihn, darum daß er an demselben geruht hatte von allen seinen Werken, die Gott schuf und machte.

Also ist Himmel und Erde worden, da sie geschaffen sind, zu der Zeit, da Gott der HERR Erde und Himmel machte und allerlei Bäume auf dem Felde, die zuvor nie gewesen waren auf Erden, und allerlei Kraut auf dem Felde, das zuvor nie gewachsen war. Denn Gott der HERR hatte noch nicht regnen lassen auf Erden, und war kein Mensch, der das Land bauete.
Aber ein Nebel ging auf von der Erde und feuchtete alles Land.
Und Gott der HERR machte den Menschen aus einem Erdenkloß, und er blies ihm ein den lebendigen Odem in seine Nase. Und also ward der Mensch eine lebendige Seele.

In Jesus Christus herzlich geliebte Gemeinde!

Im Brief an die Hebräer wird der rechte Glaube an den HERRn Christus gerühmt, und uns werden Gläubige vor Augen gestellt, die durch den Glauben an Christus Großes vollbracht haben, z.B. Noah:

„Durch den Glauben hat Noah Gott geehrt und die Arche gebaut zum Heil seines Hauses, da er einen göttlichen Befehl empfing von dem was man noch nicht sah; durch den Glauben sprach er der Welt das Urteil und hat ererbt die Gerechtigkeit, die durch den Glauben kommt“ (Hebr. 11,7).

Dass Noah die Arche baute, obwohl niemand weit und breit Wasser sehen konnte, dass also Noah allein auf Gottes Wort hin handelte und sich nicht darum bekümmerte, was die Leute sagen und auch nicht auf seine eigene Vernunft hörte, das – lehrt der Hebräerbrief – hat er einzig und allein durch den Glauben an den Heiland tun können.

Wenn demnach Gott der HERR uns etwas befiehlt oder etwas lehrt und unsere Vernunft bäumt sich dagegen auf und die Leute lächeln und spotten darüber, so schenkt auch uns der Glaube an Christus die Kraft, dem Wort Gottes zu glauben und alles Widersprechen zu überwinden.

Da spricht ein Kind Gottes gegen allen Widerspruch: „Dein Wort ist nichts als Wahrheit“ (Ps. 119,160).

Dies ist gerade hier der Fall, wo uns Gottes Wort lehrt, Gott habe die Erde und all das Leben darauf durch sein bloßes Wort geschaffen.

Darum lehrt Gottes Wort: Durch den Glauben merken wir, dass die Welt durch Gottes Wort fertig ist, dass alles, was man sieht, aus nichts worden ist“ (Hebr. 11,3).

Das heißt: Durch den Glauben an Christus empfängst du von Gottes Geist die Kraft, allen Widerspruch zu überwinden – und zu bekennen: Wenn mein Gott mich lehrt, wie er die Welt und den Menschen erschaffen hat, so ist dies unumstößlich wahr!

Dem widerspricht die Evolutionstheorie.

Eine Theorie ist etwas Gedachtes: Man denkt sich eine Sache oder einen Hergang und stellt sich vor, z.B. wie etwas abgelaufen sein könnte.

Auf der Grundlage dieser Annahme werden weitere Dinge gedacht.

Die Evolutionstheorie schließt Gott aus und behandelt Gottes Wort, vor allem den Schöpfungsbericht, als einfache Erzählung wie für Kinder gemacht, entsprungen aus der begrenzten unterentwickelten Vorstellung der Vorfahren.

Da wird uns wieder bewusst, wie lächerlich wir uns machen, wenn wir schlicht glauben, was Gott uns in den ersten Kapiteln der Bibel lehrt.

Wir wissen sehr wohl, dass wir uns in Gegensatz und Widerspruch zu dem stellen, was allgemeiner und scheinbar wissenschaftlicher Lehrsatz ist und vor allem wenn wir glauben, wie Gott alle Dinge durch sein Wort und den Menschen aus Erde vom Acker und dessen Ehefrau aus der Rippe Adams gemacht hat.

Die Annahme, Gott habe die Welt und die Menschen durch Evolution geschaffen, scheint die Lösung für manche zu sein, die Glaube und Unglaube zu vereinbaren suchen.

Dies ist jedoch nur eine scheinbare Auflösung des Problems, denn es ergeben sich unüberwindbare Gegensätze: z.B.

  • Es gibt kein erstes Menschenpaar, wie uns das in Gottes Wort berichtet wird. Damit wären auch Bibelworte hinfällig wie dieses: „Wie durch einen (Zahlwort) Menschen die Sünde ist kommen in die Welt und der Tod durch die Sünde…“ (Röm. 5,12).
  • Wenn es keine Einzelperson Adam gegeben hat, dann fällt auch dieses Bibelwort hin: „Gleichwie sie in Adam alle sterben, also werden sie in Christus alle lebendig gemacht werden.“ (1.Kor. 15,22).
  • Wenn Gott den Menschen und die Tiere durch Evolution geschaffen hätte, dann hätte es auch keinen Sündenfall Adams und Evas gegeben. Somit hätte Gott diese Welt mit all ihrem Bösen ins Dasein gerufen und den Menschen als Sünder entstehen lassen.
  • Gerade im Blick auf Sünde und Bosheit spricht Christus: „von Anbeginn aber ist’s nicht also gewesen“ (Matth. 19,8).
  • Und als die Pharisäer mit Christus zu streiten suchen spricht er zu ihnen: „Er aber antwortete und sprach: Habt ihr nicht gelesen: Der im Anfang den Menschen geschaffen hat, schuf sie als Mann und Frau…“(Matth. 19,2).
  • Gelesen“ – nämlich im ersten Buch Mose, wo ihr von einem Mann, Adam, und von einer Frau, Eva, zu lesen ist – nicht von einer unbestimmten, durch die Evolution hervorgebrachten Menschenmenge.
  • Auch der Apostel schreibt von einem historischen Adam, so wie es auch nur einen Christus gibt: „Denn wie sie in Adam alle sterben, so werden sie in Christus alle lebendig gemacht werden.“ (1.Kor. 15,22).

Werden Christen nicht auch wegen anderer Lehren des Wortes Gottes belächelt und verspottet?

Ist nicht in den Augen der Gottlosen die Lehre von der Jungfrauengeburt, die Lehre von der Auferstehung und die von der Unsterblichkeit der Seele ebenso töricht?

Hat Paulus nicht ähnliches erlebt, als er in Athen von der Auferstehung sprach: „Da sie höreten die Auferstehung der Toten, da hatten’s etliche ihren Spott“ (Apg. 17,32).

Und was mögen die Leute zu Noah gesagt haben, als er ein Riesenschiff baute – weitab von jedem Fluss und größerem Gewässer?

Und was sagen die Leute erst zum Evangelium? – dass ein schmählich Hingerichteter der Sohn Gottes sein soll und dass die Christen einen Gehenkten anbeten?

Paulus schreibt: „Wo sind die Klugen? Wo sind die Schriftgelehrten? Wo sind die Weltweisen? Hat nicht Gott die Weisheit dieser Welt zur Torheit gemacht? Denn weil die Welt durch ihre Weisheit Gott in seiner Weisheit nicht erkannte, gefiel es Gott wohl, durch törichte Predigt selig zu machen die, die daran glauben…“ (1.Kor. 1,20f.) und lehrt weiter: „Zumal die Juden Zeichen fordern, und die Griechen nach Weisheit fragen. Wir aber predigen den gekreuzigten Christus, den Juden ein Ärgernis und den Griechen eine Torheit… Denn die göttliche Torheit ist weiser, als die Menschen sind, und die göttliche Schwachheit ist stärker, als die Menschen sind“ (1.Kor. 1,22ff.).

Und dies gilt ebenso hier, wenn es um Schöpfung oder Evolution geht.

Gott spricht über das sündige Menschengeschlecht:

„Denn was man von Gott erkennen kann, ist unter ihnen offenbar; denn Gott hat es ihnen offenbart. Denn Gottes unsichtbares Wesen, das ist seine ewige Kraft und Gottheit, wird seit der Schöpfung der Welt ersehen aus seinen Werken, wenn man sie wahrnimmt, sodass sie keine Entschuldigung haben“ – d.h. der Mensch kann sehr wohl an den Schöpfungswerken erkennen, dass es Gott gibt – aber: „Denn obwohl sie von Gott wussten, haben sie ihn nicht als Gott gepriesen noch ihm gedankt, sondern sind dem Nichtigen verfallen in ihren Gedanken, und ihr unverständiges Herz ist verfinstert. Da sie sich für Weise hielten, sind sie zu Narren geworden und haben die Herrlichkeit des unvergänglichen Gottes vertauscht mit einem Bild gleich dem eines vergänglichen Menschen und der Vögel und der vierfüßigen und der kriechenden Tiere“ (Röm. 1,22).

Genau so handeln alle Evolutionisten: Sie setzen an die Stelle der Herrlichkeit des unvergänglichen allmächtigen Gottes das Bild der Tiere – insofern sie behaupten, nach dem Urknall hätten sich die Lebewesen durch Milliarden von Zufällen eines aus dem anderen von selbst entwickelt.

Es würde zu lange dauern, wollten wir noch Punkte aufzählen, wo die Evolutionshypothese sich selbst widerspricht, wo sie Dinge nicht erklären kann und darum einfach schweigt oder zu ganz närrischen Theorien kommt.

Für uns, die wir dem Wort Gottes glauben und gewiss wissen, dass es Wahrheit über alle Wahrheit ist, hat die Wissenschaft diesen Namen nur verdient, wenn sie Gottes Wort an keinem einzigen Punkt widerspricht.

Paulus schreibt: „Was aber zuvor geschrieben ist, das ist uns zur Lehre geschrieben, auf dass wir durch Geduld und Trost der Schrift Hoffnung haben „ (Röm. 15,4 f).

Trost und Hoffnung fließen uns aus dem Alten Testament entgegen, auch aus den ersten Kapiteln der Bibel.

Gott der HERR hat die Welt ganz wunderbar geschaffen als ein Denkmal seiner Allmacht, Weisheit und Güte.

Er hat sie um des Menschen willen gemacht als dessen Wohnung.

Darum berichtet Gottes Wort sehr ausführlich über die Erschaffung des Menschen – und wenn wir es hören, möchten wir mit dem Psalmsänger ausrufen: „Ich danke dir darüber, dass ich wunderbar gemacht bin; wunderbar sind deine Werke, und das erkennt meine Seele wohl“ (Psalm 139,14).

Gott hat alles, was er erschaffen hat, durch sein bloßes Wort ins Dasein gerufen, durch sein göttliches „Es werde!“

Doch es hat Gott gefallen, beim Menschen anders zu handeln.

„Und Gott sprach: Lasst uns Menschen machen, ein Bild, das uns gleich sei, die da herrschen über die Fische im Meer und über die Vögel unter dem Himmel und über das Vieh und über die ganze Erde und über alles Gewürm, das auf Erden kreucht.“

Wie auch das dreimalige „Heilig, heilig, heilig ist der HERR Zebaoth“, so deutet das „Lasst uns Menschen machen…“ auf die Dreieinigkeit Gottes, auf Vater, Sohn und Heiligen Geist.

Hier wird der Unterschied deutlich, der den Menschen über alle anderen Kreaturen erhebt.

Gott wollte Menschen machen als sein Gegenüber, das Antwort gibt auf den Erweis seiner Weisheit, Güte und Liebe.

So machte Gott der HERR den Menschen aus Erde vom Acker: „Und Gott der HERR machte den Menschen aus einem Erdenkloß, und er blies ihm ein den lebendigen Odem in seine Nase. Und also ward der Mensch eine lebendige Seele.“

Gottes Hand formte den Menschen und gab ihm im Unterschied zu allen anderen Geschöpfen eine lebendige unsterbliche Seele.

Unsere Seele ist geschmückt und bereitet mit Vernunft und allen Sinnen.

So konnte der Mensch von Anfang an Gott und göttliche Dinge erkennen, um in der Gemeinschaft mit seinem Schöpfer zu leben, ihn zu loben und zu preisen.

„Und schuf sie als Mann und Frau. (V. 27).

„Und Gott segnete sie und sprach zu ihnen: Seid fruchtbar und mehrt euch und füllet die Erde und macht sie euch untertan, und herrscht über Fische im Meer und über Vögel unter dem Himmel und über alles Tier, das auf Erden kriecht.“

So lehrt auch der Apostel Jahrtausende später in Athen: Gott „hat gemacht, dass von einem Blut aller Menschen Geschlechter auf dem ganzen Erdboden wohnen, und hat Ziel gesetzt, zuvor versehen, wie lang und weit sie wohnen sollen“ (Apg. 17,26).

So bekennen wir mit Recht: Ich glaube, dass mich Gott geschaffen hat samt allen Kreaturen, mir Leib und Seele, Augen, Ohren und alle Glieder, Vernunft und alle Sinne gegeben hat und noch erhält…

Nun heißt es in unserem Text: „Laßt uns Menschen machen, ein Bild, das uns gleich sei… und Gott schuf den Menschen ihm zum Bilde, zum Bilde Gottes schuf er ihn…“

„Zum Bilde Gottes“ – was heißt das?

Die Menschen trugen Gottes Ebenbild an sich.

Das heißt nicht: So wie der Mensch aussieht, sieht auch Gott aus.

Dass Gott den Menschen zu seinem Bilde geschaffen hat heißt, dass Gott den Menschen ganz herrlich, zu höchster Ehre und Zierde gemacht hat, zur Krone seiner Schöpfung.

Worin das Ebenbild Gottes bestand, lehrt uns der Apostel, wenn er uns Christen zuruft: „Ziehet den neuen Menschen an, der da erneuert wird zu der Erkenntnis nach dem Ebenbilde des, der ihn geschaffen hat“ (Kol. 3,10).

Der Mensch stand demnach einst in der seligen Erkenntnis Gottes, d.h. er war in völligem Einklang mit seinem Schöpfer und erkannte Gottes Wesen und Gottes Willen.

Vor allem aber bestand das Ebenbild Gottes in vollkommener Gerechtigkeit und Heiligkeit, denn Gottes Wort ruft uns Christen zu: „Ziehet den neuen Menschen an, der nach Gott geschaffen ist in rechtschaffener Gerechtigkeit und Heiligkeit (Eph. 4,24).

Das Ebenbild Gottes bestand also in vollkommener Erkenntnis Gottes und in völliger Sündlosigkeit, d.h. Gerechtigkeit und Heiligkeit.

Der erste Mensch fürchtete und liebte Gott von ganzem Herzen, von ganzer Seele und mit all seinen Kräften.

Er war heilig wie auch Gott heilig ist – keine Sünde, keine Neigung zum Bösen; er diente mit Lust und Freude seinem Schöpfer.

So war der Mensch auch nicht dem Tode unterworfen, sondern wäre (wenn es den furchtbaren Sündenfall nicht gegeben hätte) ohne den Tod zu sehen selig geworden, d.h. in die ewige Seligkeit eingegangen.

Auf Erden war die Aufgabe des Menschen, zu herrschen über diese Erde und all ihre Bewohner.

Die Früchte der Erde sollten seine Nahrung sein.

So war der Mensch in einem seligen Stand, in Ruhe und Glück unter Gottes Liebe und Weisheit.

Mit der Erschaffung des Menschen hatte Gott am sechsten Tag seine Werke vollendet und ruhte am siebten Tag – d.h. nicht, dass er sich setzte oder legte – sondern er ließ sein Schöpfungswerk ruhen: Er hörte auf, etwas zu erschaffen.

Der Mensch ist nach Gottes Ebenbild erschaffen, aber wir haben dieses Ebenbild nicht mehr von Natur aus an uns.

Es ist durch den Sündenfall ganz und gar verloren gegangen: Der Mensch erblickt das Licht der Welt ohne dass er von Natur aus Gott vollkommen erkennen könnte,

Sein Wesen ist nicht mehr durchzogen von völliger Gerechtigkeit und Heiligkeit, sondern ist ganz und gar durchsetzt von Sünde und Widerwillen gegen Gott und alle göttlichen Dinge.

Er kann Gott nicht mehr fürchten und lieben von ganzem Herzen, von ganzer Seele, mit all seinen Sinnen.

Doch was wir Menschen in Adam und Eva durch den Sündenfall verloren haben, das schafft Gott in seiner Gnade und Liebe neu.

Der Sohn Gottes, unser HERR Christus, ist ja Mensch geworden, damit er an unserer Statt die Strafe der Sünde erleide und uns wieder mit Gott versöhne.

„Ziehet den neuen Menschen an, der da erneuert wird zu der Erkenntnis nach dem Ebenbilde des, der ihn geschaffen hat“ (Kol. 3,10). Dies geschieht durch den Glauben an Christus.

Darum eben heißt es: „Glaube an den HERRn Jesus, so wirst du… selig“ (Apg. 16,31).

So wird durch die Gnadenwirkung des Heiligen Geistes der sündige Mensch durch den Glauben an den Erlöser hier in diesem Leben schon dem Anfang nach zum Ebenbild Gottes erneuert, d.h. er beginnt Gott und Gottes Willen wieder zu erkennen, ihm wird die Sünde abgewaschen und vergeben und er empfängt im Glauben die Gerechtigkeit, die vor Gott gilt.

Und dort im ewigen Leben das Ebenbild Gottes wieder völlig hergestellt, wie es im Psalm heißt: „Ich aber will schauen dein Antlitz in Gerechtigkeit; ich will satt werden, wenn ich erwache nach deinem Bilde (Ps. 17,15).

So schreibt auch der Apostel Johannes: „Meine Lieben, wir sind nun Gottes Kinder, und ist noch nicht erschienen, was wir sein werden. Wir wissen aber, wenn es erscheinen wird, dass wir ihm gleich sein werden; denn wir werden ihn sehen, wie er ist (1.Joh. 3,2).

Seht, Gott hat uns wunderbar gemacht und uns in seinem Sohn, unserem Heiland, wunderbar aus allem Verderben herausgerissen.

Er schenke, dass wir das in unserer Seele immer mehr erkennen und dass wir ihm dafür von Herzen danken. Amen.

Pfarrer Martin Blechschmidt, Runkel-Steeden