Trost in Todesnot – Worte Gottes, Liedverse, Gebete

Ich will das Verlorene wieder suchen und das Verirrte zurückbringen und das Verwundete verbinden und das Schwache stärken… Hesekiel 34,16

Aus tiefer Not schrei ich zu dir

1. Aus tiefer Not schrei ich zu dir, HERR Gott, erhör mein Rufen; dein gnädig Ohren kehr zu mir und meiner Bitt sie öffen! Denn so du willst das sehen an, was Sünd und Unrecht ist getan, wer kann, HERR, vor dir bleiben?

2. Bei dir gilt nichts als Gnad und Gunst, die Sünde zu vergeben; es ist doch unser Tun umsonst auch in dem besten Leben. Vor dir niemand sich rühmen kann, des muss dich fürchten jedermann und deiner Gnade leben.

3. Darum auf Gott will hoffen ich, auf mein Verdienst nicht bauen; auf ihn mein Herz soll lassen sich und seiner Güte trauen, die mir zusagt sein wertes Wort, das ist mein Trost und treuer Hort, des will ich allzeit harren.

4. Und ob es währt bis in die Nacht und wieder an den Morgen, doch soll mein Herz an Gottes Macht verzweifeln nicht noch sorgen. So tu Israel rechter Art, der aus dem Geist erzeuget ward und seines Gotts erharre.

5. Ob bei uns ist der Sünden viel, bei Gott ist viel mehr Gnade, sein Hand zu helfen hat kein Ziel, wie groß auch sei der Schade. Er ist allein der gute Hirt, der Israel erlösen wird aus seinen Sünden allen. (Nach Ps. 130. Martin Luther, 1483-1546)

Trost in Anfechtung wegen der Sünde, Jesaja 53,4-6

Fürwahr, er trug unsere Krankheit und lud auf sich unsere Schmerzen. Wir aber hielten ihn für den, der geplagt und von Gott geschlagen und gemartert wäre. Aber er ist um unserer Missetat willen verwundet und um unserer Sünde willen zerschlagen. Die Strafe liegt auf ihm, auf dass wir Frieden hätten, und durch seine Wunden sind wir geheilt. Wir gingen alle in der Irre wie Schafe, ein jeglicher sah auf seinen Weg; aber der HERR warf unser aller Sünde auf ihn.

Gottes Gnade macht uns Sünder selig, Epheser 2,8-10

Denn aus Gnaden seid ihr selig worden durch den Glauben, und dasselbige nicht aus euch, Gottes Gabe ist es; nicht aus den Werken, auf dass sich nicht jemand rühme. Denn wir sind sein Werk, geschaffen in Christo Jesu zu guten Werken, zu welchen Gott uns zuvor bereitet hat, dass wir darinnen wandeln sollen.

Mein Erlöser lebt, Hiob 19,25-27

Aber ich weiß, dass mein Erlöser lebt; und er wird mich hernach aus der Erde auferwecken; und werde danach mit dieser meiner Haut umgeben werden und werde in meinem Fleisch Gott sehen. Denselben werde ich sehen, und meine Augen werden ihn schauen, und kein Fremder. Meine Nieren sind verzehret in meinem Schoß [d.h. Danach sehnt sich mein Innerstes, mein Herz in meiner Brust].

Trost der Auferstehung, 1.Thessalonicher 4,13-18

Wir wollen euch aber, liebe Brüder, nicht im Ungewissen lassen über die, die entschlafen sind, damit ihr nicht traurig seid wie die andern, die keine Hoffnung haben. Denn wenn wir glauben, dass Jesus gestorben und auferstanden ist, so wird Gott auch die, die entschlafen sind, durch Jesus mit ihm einherführen. Denn das sagen wir euch mit einem Wort des HERRn, dass wir, die wir leben und übrig bleiben bis zur Ankunft des HERRn, denen nicht zuvorkommen werden, die entschlafen sind. Denn er selbst, der HERR, wird, wenn der Befehl ertönt, wenn die Stimme des Erzengels und die Posaune Gottes erschallen, herabkommen vom Himmel, und zuerst werden die Toten, die in Christus gestorben sind, auferstehen. Danach werden wir, die wir leben und übrig bleiben, zugleich mit ihnen entrückt werden auf den Wolken in die Luft, dem HERRn entgegen; und so werden wir bei dem HERRn sein allezeit. So tröstet euch mit diesen Worten untereinander.

Christus ist wahrhaftig auferstanden, 1.Korinther 15,12-22

So aber Christus gepredigt wird, dass er sei von den Toten auferstanden, wie sagen denn etliche unter euch, die Auferstehung der Toten sei nichts? Ist aber die Auferstehung der Toten nichts, so ist auch Christus nicht auferstanden. Ist aber Christus nicht auferstanden, so ist unsere Predigt vergeblich, so ist auch euer Glaube vergeblich. Wir würden aber auch erfunden als falsche Zeugen Gottes, dass wir wider Gott gezeugt hätten, er hätte Christum auferwecket, den er nicht auferwecket hätte, sintemal die Toten nicht auferstehen. Denn so die Toten nicht auferstehen, so ist Christus auch nicht auferstanden. Ist Christus aber nicht auferstanden, so ist euer Glaube eitel, so seid ihr noch in euren Sünden, so sind auch die, so in Christo entschlafen sind, verloren. Hoffen wir allein in diesem Leben auf Christum, so sind wir die elendesten unter allen Menschen. Nun aber ist Christus auferstanden von den Toten und der Erstling worden unter denen, die da schlafen, sintemal durch einen Menschen der Tod und durch einen Menschen die Auferstehung der Toten kommt. Denn gleichwie sie in Adam alle sterben, also werden sie in Christo alle lebendig gemacht werden.

Der HERR ist mein Hirte, Psalm 23

Ein Psalm Davids. Der HERR ist mein Hirte; mir wird nichts mangeln. Er weidet mich auf einer grünen Aue und führet mich zum frischen Wasser. Er erquicket meine Seele; er führet mich auf rechter Straße um seines Namens willen. Und ob ich schon wanderte im finstern Tal, fürchte ich kein Unglück; denn du bist bei mir, dein Stecken und Stab trösten mich. Du bereitest vor mir einen Tisch gegen meine Feinde. Du salbest mein Haupt mit Öl und schenkest mir voll ein. Gutes und Barmherzigkeit werden mir folgen mein Leben lang, und ich werde bleiben im Hause des HERRN immerdar.

Wie es im Himmel sein wird, Offbg. 21,3-7

Und ich hörte eine große Stimme von dem Stuhl, die sprach: Siehe da, eine Hütte Gottes bei den Menschen! Und er wird bei ihnen wohnen; und sie werden sein Volk sein, und er selbst, Gott mit ihnen, wird ihr Gott sein. Und Gott wird abwischen alle Tränen von ihren Augen. Und der Tod wird nicht mehr sein, noch Leid noch Geschrei noch Schmerzen wird mehr sein; denn das Erste ist vergangen. Und der auf dem Stuhl saß, sprach: Siehe, ich mache alles neu. Und er spricht zu mir: Schreibe; denn diese Worte sind wahrhaftig und gewiss. Und er sprach zu mir: Es ist geschehen. Ich bin das A und das O der Anfang und das Ende. Ich will dem Durstigen geben von dem Brunn des lebendigen Wassers umsonst. Wer überwindet der wird’s alles ererben; und ich werde sein Gott sein, und er wird mein Sohn sein.

Ein Lied von der Herrlichkeit des Himmels

Herzlich tut mich erfreuen die liebe Sommerzeit1, wann Gott wird schön verneuen alles zur Ewigkeit. Den Himmel und die Erden wird Gott neu schaffen gar, all Kreatur soll werden ganz HERRlich, schön und klar.

Kein Zung kann je erreichen die ewig Schönheit groß; man kanns mit nichts vergleichen, die Wort sind viel zu bloß. Drum müssen wir solchs sparen bis an den Jüngsten Tag; dann wollen wir erfahren, was Gott ist und vermag.

Da werden wir mit Freuden den Heiland schauen an, der durch sein Blut und Leiden den Himmel aufgetan, die lieben Patriarchen, Propheten allzumal, die Märtrer und Apostel bei ihm in großer Zahl.

Die werden uns annehmen als ihre Brüderlein, sich unser gar nicht schämen, uns mengen mitten ein. Wir werden alle treten zur Rechten Jesu Christ, als unsern Gott anbeten, der unsers Fleisches ist.

Er wird uns fröhlich leiten ins ewig Paradeis, die Hochzeit zu bereiten zu seinem Lob und Preis. Da wird sein Freud und Wonne in rechter Lieb und Treu aus Gottes Schatz und Bronne und täglich werden neu.

Da wird man hören klingen die rechten Saitenspiel, die Musikkunst wird bringen in Gott der Freuden viel, die Engel werden singen, all Heilgen Gottes gleich mit himmelischen Zungen ewig in Gottes Reich.

Mit Gott wir werden halten das ewig Abendmahl, die Speis wird nicht veralten auf Gottes Tisch und Saal; wir werden Früchte essen vom Baum des Lebens stet, vom Brunn der Lebensflüsse trinken zugleich mit Gott.

Wir werden stets mit Schalle vor Gottes Stuhl und Thron mit Freuden singen alle ein neues Lied gar schön: „Lob, Ehr, Preis, Kraft und Stärke Gott Vater und dem Sohn, des Heilgen Geistes Werke sei Lob und Dank getan.“

Ach HERR, durch deine Güte führ mich auf rechter Bahn; HERR Christ, mich wohl behüte, sonst möchte ich irre gahn. Halt mich im Glauben feste in dieser bösen Zeit, hilf, dass ich mich stets rüste zur ewgen Hochzeitsfreud. (Johann Walter 1552)

Wenn mein Stündlein vorhanden ist

Wenn mein Stündlein vorhanden ist und soll hinfahrn mein Straße, so g’leit du mich, HERR Jesu Christ, mit Hilf mich nicht verlasse. Mein Seel an meinem letzten End befehl ich dir in deine Händ, du wollst sie mir bewahren.

Mein Sünd mich werden kränken sehr, mein G‘wissen wird mich nagen, denn ihr‘ sind viel wie Sand am Meer; doch will ich nicht verzagen. Gedenken will ich an dein‘ Tod, HERR Jesu, und dein Wunden rot; die werden mich erhalten.

Ich bin ein Glied an deinem Leib, des tröst ich mich von Herzen; von dir ich ungeschieden bleib in Todesnot und Schmerzen; wenn ich gleich sterb, so sterb ich dir; ein ewig Leben hast du mir mit deinem Tod erworben.

Weil du vom Tod erstanden bist, werd ich im Grab nicht bleiben; mein höchster Trost dein Auffahrt ist, Todsfurcht kann sie vertreiben; denn wo du bist, da komm ich hin, dass ich stets bei dir leb und bin; drum fahr ich hin mit Freuden.

So fahr ich hin zu Jesu Christ, mein‘ Arm tu ich ausstrecken; so schlaf ich ein und ruhe fein, kein Mensch kann mich aufwecken denn Jesus Christus, Gottes Sohn; der wird die Himmelstür auftun, uns führn zum ewgen Leben. (Nikolaus Herman 1562)

Seufzer in Todesnot

Ich bin ein armer Sünder, das weißt du, mein lieber HERR. Aber dein lieber Sohn Jesum Christum, verkündigt mir, dass du mir gnädig bist, die Sünde vergibst. Du hegst keinen Zorn gegen mich und willst mich nicht verdammen. Das sagst du mir im heiligen Evangelium und heißt mich dies zu glauben und nicht daran zu zweifeln. Darauf verlasse ich mich und will fröhlich darauf dahinfahren. HERR, ich weiß niemand, weder im Himmel noch auf Erden, zu welchem ich eine tröstliche Zuflucht nehmen kann, als zu dir, durch Christum. Kein gutes Werk kann mir vor dir helfen. HERR, ich habe keine Zuflucht, als zu deinem göttlichen Schoß, darin der Sohn sitzt. Hätte ich diese Hoffnung nicht, so wäre alles verloren.

Gebet um Erlösung durch ein sanftes Ende

Christe, unser lieber HERR und Heiland! Sei uns gnädig, dass wir nicht in Anfechtung fallen; sondern erhalte uns rein, unsträflich, einfältig, im rechten Glauben, und erlöse uns von allem Übel durch einen seligen Abschied von diesem Jammertal, das ist, aus dem Reiche des leidigen Teufels und seiner Welt. Dir sei Lob und Dank, mit dem Vater und Heiligen Geist, in Ewigkeit. Amen.

Gebet in Furcht und Schrecken des Todes und der Hölle

Lieber HERR! Ob ich gleich nicht das Gesetz erfülle und ob noch wohl Sünde vorhanden ist, und ich mich vor dem Tod und der Hölle fürchte: so weiß ich doch dies aus dem Evangelium, dass du mir alle deine Werke geschenkt und gegeben hast. Dessen bin ich gewiss, du lügst nicht, deine Zusagen wirst du wahrhaftig halten, und dessen zum Zeichen habe ich die Taufe empfangen. Weil du denn, lieber Gott, mein bist, will ich gerne sterben; denn also gefällt es dir, mein Vater, und der Tod kann mir nicht schaden, er ist verschlungen in den Sieg. Und dir, lieber HERR Gott, sei Dank, der du uns den Sieg gegeben hast durch unsern HERRn Jesum Christum. Amen.

Ein tröstliches Gebet in unserer letzten Stunde

Allmächtiger, ewiger, barmherziger HERR und Gott, der du bist ein Vater unseres lieben HERRn Jesu Christi, ich weiß gewiss, dass alles, was du zugesagt hast, du auch alles halten willst und kannst, denn du kannst nicht lügen, dein Wort ist wahrhaftig. Du hast mir im Anfang deinen lieben Sohn Jesum Christum zugesagt, derselbe ist gekommen und hat mich vom Teufel, Tod, Hölle und Sünden erlöst, danach zu mehr Sicherheit aus gnädigem Willen mir die Sakramente der Taufe und des Altars geschenkt, darin mir angeboten Vergebung der Sünden, ewiges Leben und alle himmlischen Güter. Auf solches sein Anbieten habe ich dieselben gebraucht und im Glauben auf sein Wort mich fest verlassen und sie empfangen. Derhalben ich gar nicht zweifle, dass ich wohl, sicher und zufrieden bin vor dem Teufel, Tod, Hölle und Sünde. Ist dies meine Stunde und dein göttlicher Wille, so will ich friedlich, mit Freuden, auf dein Wort gerne von hinnen scheiden. Amen.

Gebet in Todesnot

Ich bin ein armer Sünder, das weißt du, lieber HERR, aber du hast mir zugesagt durch deinen lieben Sohn Jesum Christum, dass du wollest mir gnädig sein, die Sünde vergeben, und von keinem Zorn und Verdammnis wissen, und heißt mich solches glauben und nicht zweifeln, darauf verlasse ich mich und will fröhlich dahinfahren. Amen.

Gebet eines Sterbenden für die Seinen

Barmherziger Gott, treuer himmlischer Vater! Du eilst mit mir zum Ende, und willst mich in dein ewiges Himmelreich abfordern, dahin ich dir herzlich gern will folgen. Dieweil ich aber die lieben Meinigen in großer Traurigkeit hinter mir verlasse, so bitte ich dich um meines Fürbitters willen, du wollest sie in ihrer Betrübnis reichlich trösten, dein Vaterherz nicht von ihnen wenden, deine milde Hand ihnen nicht entziehen, sondern sie merklich verspüren lassen, dass du sowohl ohne mich als durch mich sie versorgen könnest, wollest sie auch zu bestimmter Zeit mir in das rechte Vaterland selig nachfolgen lassen, da wir alle miteinander dich in Freuden ohne Aufhören loben und preisen wollen. Nun, wie du mir sie gegeben und vertraut, so gebe und vertraue ich dir sie wieder; du treues Vaterherz wirst es besser machen, denn dieses betrübte Häuflein meint; ich werfe alle meine und ihre Sorge auf dich, du wirst sie wohl versorgen. Amen.

Gebet der Umstehenden, die die Seele des Sterbenden Gott anbefehlen (1)

Allmächtiger, gütiger Gott, der du unser Leben erhältst im Tod und Sterben, wir bitten dich, du wollest die Augen deiner Barmherzigkeit wenden zu diesem kranken Menschen, und ihn erquicken an Leib und Seele, und ihm alle Sünden aus Gnaden vergeben. Nimm das Opfer des unschuldigen Todes Jesu Christi, deines lieben Sohnes, für die Bezahlung seiner Missetat, da er auch auf dessen Namen getauft und mit dessen Blute gewaschen und gereinigt ist. So errette ihn nun von des Leibes Qual und Pein, verkürze ihm seine Schmerzen, erhalte ihn wider die Anklage des Gewissens und wider alle Anfechtung des bösen Feindes, auf dass er im Glauben ritterlich kämpfe und überwinde. Verleihe ihm eine selige Heimfahrt zum ewigen Leben, schicke deine heiligen Engel her, dass sie ihn begleiten zu der Versammlung aller Auserwählten in Christo Jesu, unserm HERRn. Amen.

Gebet der Umstehenden, die die Seele des Sterbenden Gott anbefehlen (2)

O gütiger Gott, barmherziger Vater! Du bist unsere Zuflucht, unsere Stärke und Hilfe in unseren Nöten. Lass leuchten dein heiliges Angesicht über diesen sterbenden Menschen, der jetzt vor dir erscheinen soll. Wasche ab alle seine Sünden, o HERR Gott, mit dem teuren Blute Jesu Christi, auf dass deren im Gerichte nimmermehr gedacht werde. Mehre ihm den Glauben, errette seine Seele aus der Gewalt des Teufels und seiner Engel. Tröste ihn durch deinen Heiligen Geist, und gib ihm in dieser Stunde zu verstehen, dass du sein gütiger und barmherziger Vater, und dass er aus lauter Gnade dein liebes Kind sei. Laß den nicht verloren werden, den du mit deinem heiligen Blute so teuer erkauft hast. Nimm seine Seele auf in das himmlische Paradies, wie du die Seele des Schächers am Kreuze hast aufgenommen. Lass seine Seele von den Engeln getragen werden, wie die Seele des armen Lazarus, und verleihe ihm eine fröhliche Auferstehung am jüngsten Tage. Erhöre uns, o Vater aller Gnade, an seiner Statt. Erhöre deinen Sohn, unsern einzigen Erlöser und Mittler, der zu deiner Rechten sitzt und für ihn und uns alle bittet, und sei uns gnädig um des Verdienstes seines teuren Blutes und bittern Todes willen. In solchem Vertrauen befehlen wir seine Seele in deine väterliche Hand, und rufen dich an mit dem Gebet, das uns Jesus, unser Heiland, zu beten selbst gelehrt und befohlen hat:

Das Vaterunser

Vater unser im Himmel, geheiligt werde dein Name. Dein Reich komme. Dein Wille geschehe, wie im Himmel, so auf Erden. Unser tägliches Brot gib uns heute. Und vergib uns unsere Schuld, wie auch wir vergeben unsern Schuldigern. Und führe uns nicht in Versuchung, sondern erlöse uns von dem Bösen. Denn dein ist das Reich und die Kraft und die HERRlichkeit in Ewigkeit. Amen.

Wenn ich einmal soll scheiden

Wenn ich einmal soll scheiden,
so scheide nicht von mir;
wenn ich den Tod soll leiden,
so tritt du dann herfür;
wenn mir am allerbängsten
wird um das Herze sein,
so reiß mich aus den Ängsten
kraft deiner Angst und Pein!

Erscheine mir zum Schilde,
zum Trost in meinem Tod,
und lass mich sehn dein Bilde
in deiner Kreuzesnot!
Da will ich nach dir blicken,
da will ich glaubensvoll
dich fest an mein Herz drücken.
Wer so stirbt, der stirbt wohl.

In Christi Wunden schlaf ich ein

In Christi Wunden schlaf ich ein, die machen mich von Sünden rein; ja, Christi Blut und Gerechtigkeit, das ist mein Schmuck und Ehrenkleid, damit will ich vor Gott bestehn, wenn ich zum Himmel werd eingehn.

Mit Fried und Freud ich fahr dahin, ein Gotteskind ich allzeit bin. Dank hab, mein Tod, du führest mich; ins ew‘ge Leben wandre ich, mit Christi Blut gereinigt fein. HERR Jesus, stärkt den Glauben mein! (Leipziger Gesangbuch, 1638)

Vater, ich will, dass, wo ich bin, auch die bei mir seien, die du mir gegeben hast, damit sie meine Herrlichkeit sehen, die du mir gegeben hast… (Joh. 17,24)